Gestern vergessen, heute nachgeholt.
„Das Ziel eines Konflikts oder einer Auseinandersetzung soll nicht der Sieg, sondern der Fortschritt sein.“
(Joseph Joubert – französischer Moralist und Essayist, 1754-1824)
Mir ist aufgefallen, dass ich hier viel zu wenige meiner Fotos zeige. Dies möchte ich im heurigen Advent nachholen, vielleicht jeden Tage ein (unveröffentlichtes) Foto zeigen und ein kleines Zitat. Das wird mein persönlicher Adventskalender.
„Glück ist dort, wo man Glück schenkt.“
(Jeremias Gotthelf – Schriftsteller, 1797-1854)
Ich möchte euch heute ein tolles Fotoprojekt von Martin Neuhof vorstellen. Dafür gibt es einen ganz bestimmten Grund. Mehr dazu weiter unten.

Hey Mädels & Jungs,
hier findet ihr 101 Leipziger Helden des Alltags. Ich möchte euch einen interessanten Querschnitt durch die Gesellschaft der Heldenstadt bieten.
Das ist eine kleine Beschreibung des Projekt. Geschrieben von Martin, zu finden auf der Projektsite.
Als Martin das Projekt gestartet hat, kamen diverse Meldungen wie “Das gibt es doch schon” oder “Markus Schwarze hat dasselbe” und so weiter. Das hat mich gestört. Seit wann hat ein Fotograf oder allgemein jemand eine Idee für sich “gecopyrightet”. Die Fotos können es sein, aber die Idee doch nicht. Das ist meine persönliche Meinung, zumal Martin es in einer ganz anderen Stadt macht. Und unter einem anderen Motto.
Wer beschwert sich darüber, wenn jemand einen alleinstehenden Baum in einer verlassenen Landschaft mit düsterer Stimmung fotografiert? Da kommen doch auch keine Meldungen wie “XY hat auch schon einmal so ein Foto gemacht”. Jedes Foto ist einzigartig und jeder Fotograf macht einzigartige Bilder. Mir gefällt die Idee, täglich oder bis zu einen bestimmten Anzahl von Leuten, diese auf der Straße anzusprechen und zu fotografieren.
Aber nun zum Projekt itself: Martin schreibt selbst, dass er nichts Neues erfunden hat. Ihm gefällt es, Menschen und Modelle zu fotografieren und so kam ihm die Idee, das Projekt umzusetzen.
Ich möchte einen kleinen Auszug aus der Projektseite nutzten, um es euch mit eigenen Worten vorzustellen.
Helden?
Leipzig wird öfters auch Heldenstadt genannt. Martin schreibt, dass jeder ein Held ist, in dem, was er macht und wie er es macht.
Durch die Wende 1989 wurde dieser sowjetische Begriff auch im Bezug auf die “Leipziger Freiheit” geprägt.
101?
Es soll ein Ziel geben, auf das hingearbeitet werden kann. Er möchte 100 Personen, egal ob Alt oder Jung fotografieren, der 101 wird jedoch er sein.
Weiters
Alle Menschen, die Martin ablichtet, wohnen in Leipzig. Egal, ob sie in Leipzig geboren wurden oder erst seit einem Monat dort leben. Ich empfinde das Projekt als eine sehr schöne Inspirationsquelle und wünsche Martin auf diesem Weg nochmal viel Erfolg und Spaß mit der ganzen Sache.
Aber wie soll man bitte Menschen kopieren?
Zitat aus der “Über 101HELDEN.DE”-Seite
Als ich heute morgen meinen Feeds durchgeblättert habe, bin ich bei lens-flare.de auf eine grandiose Dokumentation gestoßen.
Im Südatlantik zwischen dem sturmumtobten Kap Horn und der Antarktis gelegen, ist South Georgia Island eine eisige Oase mit einer geradezu erstaunlichen Naturlandschaft. Die raue Schönheit ist Heimat Tausender Seevögel und Meeressäugetiere. Mit seiner Reise nach South Georgia Island kehrt Art Wolfe an seinen Lieblingsplatz zurück – Und hält für uns Smaragdgrüne Buchten, wilde Fjorde, Pinguinkolonien, Albatrosse und See-Elefanten fest.
In dem kurzen Film (zirka 25min) begleitet man den amerikanischen Wildlife Fotografen Art Wolf auf einer Reise nach Süd-Georgien. Eine Insel voller wild lebender Tiere und unglaublicher Landschaften.
Nehmt euch die Zeit und schaut euch diesen Film an!
Dieses Foto habe ich letztes Wochenende aufgenommen. Ich bin mit meinem Rad und dem Stativ in der Hand losgefahren und habe ein Makromotiv gesucht.
Wenn solche Bilder entstehen, bin ich immer motiviert. Motiviert, einfach fotografieren zu gehen. Es hat nicht lange gedauert, bis ich mein Motiv gefunden hatte. Ich hab mich eine halbe Stunde damit auseinandergesetzt und verschieden Perspektiven ausprobiert. Beim Fotografieren schon darauf geachtet, dass alles so stimmt, wie ich es mir vorstelle. Daher hat es auch nicht viel Nachbearbeitung benötigt.
Ich werde solche spontanen Fototouren in nächster Zeit immer wieder machen.