Mittwochmorgen, 7:00. Wie üblich stehe ich auf und beginne mein Frühstück zu richten. Aufgrund erstaunlich warmer Temperaturen und doch etwas Wind, beschloss ich auf der Terrasse zu frühstücken. Mit Kaffee, Brot und Zeitung vor mir wanderte mein Blick in Richtung Laube. Die Sonne gab sich in diesen Minuten gerade am Horizont zu erkennen und die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Blätter. Die Kamera lag gerade zufällig in der Nähe und ich entschied mich dazu ein paar Aufnahmen zu machen. Im Hinterkopf hatte ich immer die Bilder von Felix. Gegenlicht, etwas überbelichtet. Ich drückte nicht wie wild ab sondern fotografierte bewusst. Etwas in dieser Art hatte ich, bis jetzt, noch nicht gemacht. So als ob ich eine analoge Kamera in der Hand hatte probierte ich verschiede Positionen aus, versuchte das Licht optimal zu nutzen. Alle Einstellungen noch einmal kontrolliert und schließlich langsam abgedrückt. Vielleicht lag es daran, dass es noch recht früh war aber ich fotografierte extrem ruhig. Ganz ohne Stress, einfach weil ich gerade Lust dazu hatte.
So entstanden Bilder, mit denen ich zwar nicht zu einhundert Prozent zufrieden bin, die mir aber doch sehr gut gefallen. Ursprünglich hatte ich die Idee, die Bilder noch am selben Tag zu veröffentlichen und so machte ich mich nach dem Frühstück an die Nachbearbeitung. Das erste Bild erledigt, war die Motivation auf einmal dahin. Ich hatte keine Lust mehr und so begann ich mit meiner eigentlichen Arbeit.
Am nächsten Tag erinnerte ich mich an den Relaunch von kwerfeldein.de und beschloss wieder einmal drüber vorbei zu schauen. Mangels Zeit und Lust Dinge über Fotografie zu lesen, hatte ich bestimmt über 70 ungelesene Artikel in meinem Feedreader. Ich beschloss alle als gelesen zu markieren und neu anzufangen. Gleich der erste Artikel den ich las, drehte sich um Gegenlichtaufnahmen. Ich musste sofort an meine letzten Bilder denken und hinterließ einen Kommentar.
Kurze Zeit später Antwortete mir Martin, dass er an den Ergebnissen interessiert sei. Mangels Zeit und Lust die Fotos weiter zu bearbeiten schob ich alles erst einmal auf.
Heute, 4 Tage später, beschloss ich das Projekt “Gegenlicht” noch einmal in Angriff zu nehmen. Die Bearbeitung ging mir erstaunlich leicht von der Hand und ich hatte enorm viel Spaß die Regler hin und her zu schieben. Rasch noch ein Album auf Flickr erstellt und die Bilder hochgeladen. Nun schreibe ich diesen Artikel, als Abschluss des Projekts wenn man so will.
Rückblickend finde ich es gut, dass ich nicht zwanghaft versucht habe die Bilder noch am gleichen Tag fertig zu stellen. Die besten Dinge entstehen immer ohne Druck. Durch Freude an dem, was man macht. Eine sehr wertvolle Erfahrung, die ich machen durfte.
Über Feedback von euch würde ich mich enorm freuen!








